Ehrenschutz

Bischof Hermann Glettler
Burghauptmann HR Mag. Reinhold Sahl
Landesrätin Dr.in Beate Palfrader
Bürgermeister Georg Willi

Hermann Glettler 
Bischof von Innsbruck

KUNST IM DIENST DER FREIHEIT 

Freiheit gehört zu den höchsten Gütern, die für ein menschenwürdiges Leben notwendig sind. Freiheit muss jedoch immer neu erkämpft und kultiviert werden. Es gibt Einschränkungen und Zugriffe auf menschliche Freiheit, die gleichsam von außen kommen. Das können verhärtete Strukturen, belastende Arbeitssituationen, übermächtig agierende Institutionen und auch Einzelpersonen sein, die den Freiheitshunger eines Individuums beeinträchtigen. Aber es gibt auch eine Infragestellung von Freiheit, die aus dem Inneren des Menschen kommt. Freiheit ist eine Zumutung. Viele ziehen es vor, sich in und hinter vorgegebenen Strukturen zu verschanzen, um nicht selbst Verantwortung übernehmen zu müssen. Für ein freies Leben braucht es Mut, Willenskraft und Durchaltevermögen. Freiheit muss darüber hinaus auch in einem Engagement für eine sinnvolle Sache bzw. durch ein Dasein für jemanden mit Inhalt gefüllt werden. 

Freiheit hat ganz wesentlich mit Versöhnung zu tun. Wer belastet ist, weil Schuld nicht vergeben oder Enttäuschungen nicht aufgearbeitet wurden, ist nicht wirklich frei. Wer sich in eine Abhängigkeitserkrankung hinein verstrickt hat, ist ebenso unfrei. Aber der Schrei nach Freiheit schlummert zum Glück nahezu unauslöschlich in unseren Herzen. 

Es ist eine Ahnung, dass wir von Gott in Freiheit und für die Freiheit geschaffen wurden. Die Beschäftigung mit Kunst kann ein Katalysator sein, um diese Freiheit wieder zu schmecken und für ein Leben in Freiheit etwas zu wagen. Kunst kann auch ein Gefühl von Verbundenheit stimulieren, sodass die in uns allen vorhandenen Kräfte für ein solidarisches Leben freigelegt werden. 

Ich freue mich, dass der Rotary Club Innsbruck-Alpin eine Kunstauktion zugunsten des Vereins Emmaus veranstaltet.
 

Ziel des Vereins ist die Begleitung von wohnungs- und arbeitslosen Personen, die durch eine Abhängigkeitserkrankung einen Teil ihrer persönlichen Freiheit eingebüßt haben. Nach einer Entwöhnungsbehandlung haben sie im Verein die Möglichkeit, sich in Wohngemeinschaften eine neue Existenz aufzubauen und durch die Arbeit in den Emmaus-Betrieben ein hohes Maß an Selbstständigkeit und damit auch an Selbstwert wiederzugewinnen. 

Ich freue mich über diese sozial engagierte Kulturinitiative von Rotary Innsbruck-Alpin. Ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg – also gute Kunstwerke, großzügige Käufer und vor allem Gottes Segen! 


Elisabeth Wieser 
Präsidentin 
RC Innsbruck-Alpin

SEHR GEEHRTE GÄSTE DER KUNSTAUKTION,

es ist mir eine besondere Freude, Sie zur Kunstauktion des Rotary Club Innsbruck-Alpin am 14. Dezember 2018 in die Hofburg einzuladen!

Rotary verbindet
Wir haben Interesse am anderen.
Durch Freundschaften, die innerhalb der Clubs zwischen Mitgliedern aus ganz verschiedenen Berufen entstehen, wächst auch das Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft.

Rotary ist initiativ
Mit dem Erlös der Kunstauktion unterstützen wir den Verein Emmaus und ganz gezielt ein Wohn- und Arbeitsprojekt für Frauen in Tirol. Die Betroffenen sollen durch und in der Gemeinschaft wieder neue Perspektiven für ihr Leben finden und so den Ausstieg aus ihrer Abhängigkeit von Alkohol und Drogen schaffen.

Rotary dankt
Im Namen des RC Innsbruck-Alpin danke ich vor allem den zahlreichen renommierten KünstlerInnen aus ganz Österreich, die ihre vielfältigen Werke zur Verfügung stellen. 

Auch mehrere Tiroler Galeristen unterstützen uns durch großzügige Spenden. Ein herzlicher Dank geht an alle Helfer, Unterstützer und Sponsoren inner- und außerhalb unseres Clubs, ohne die diese Auktion nicht möglich wäre. Ich danke Frau Mag. Andrea Jungmann, CEO von Sotheby’s Österreich, Ungarn und Polen, für die professionelle Leitung der Auktion. Unseremrotarischen Freund und Kurator Georg Loewit danke ich für die engagierte und aufwendige Vorbereitung. 

Vor allem aber danke ich allen KunstliebhaberInnen, die bei der Auktion ein Werk ersteigern und damit ihre Hilfe und den Respekt für die wichtige Arbeit des Vereins Emmaus zum Ausdruck bringen. Ihnen wünsche ich bleibende Freude an dem Kunstwerk.

Ich freue mich auf Ihr Kommen, einen spannenden Versteigerungsabend und viele gute Begegnungen.


Dr.in Beate Palfrader 
Landesrätin für Bildung, Arbeit, Kultur und Wohnen

IM ZEICHEN GELEBTER SOLIDARITÄT 

Gegründet, um Freundschaft und Hilfsbereitschaft zu pflegen, ist Rotary nach wie vor ein Netzwerk, an dessen erster Stelle der Dienst am Menschen steht. Dieses Motto gilt natürlich auch für den Rotary Club Innsbruck-Alpin, der eine Auktion hochwertiger Kunstwerke für einen guten Zweck organisiert hat. 
Der Erlös wird dem Verein Emmaus zur Verfügung gestellt. Dieser unterstützt wiederum Frauen beim Aufbau einer neuen Existenz, nachdem sie Wohnung und Arbeit verloren haben. 
Dabei lässt ihnen der Verein individuell abgestimmte und professionelle Hilfe zukommen, damit sie in der Gesellschaft wieder Fuß fassen können. 
Ich danke dem Rotary Club Innsbruck-Alpin herzlich für sein Engagement und wünsche eine erfolgreiche Kunstauktion, damit möglichst vielen Menschen in Not geholfen werden kann. 


Georg Willi
Bürgermeister Landeshauptstadt Innsbruck

KUNST KANN BEZAUBERN

Sie kann verwundern und überraschen. Kunst kann einen mit auf eine Reise nehmen und neue Perspektiven eröffnen. Und: Kunst kann helfen. Ein positives Beispiel dafür ist die Ausstellung des RC Innsbruck-Alpin, die im Dezember die Werke unterschiedlicher KünstlerInnen im Foyer der Innsbrucker Hofburg präsentiert. Unterstützt wird mit dieser Kunstauktion der Verein Emmaus, der sich der Begleitung von wohnungs- und arbeitslosen Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen widmet.
Es sind Aktionen und Veranstaltungen wie diese, die unsere Stadt so besonders machen: Kultur und soziales Engagement verschmelzen, die gegenseitige Unterstützung steht im Vordergrund. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei den Verantwortlichen des RC Innsbruck-Alpin für das Engagement bedanken, das für diese Kunstauktion sowie für zahlreiche weitere Aktionen unermüdlich aufgebracht wird. 

Ich wünsche allen, die in diesem Katalog schmökern und die Ausstellung von Kurator Georg Loewit besuchen, schöne Ausflüge in die Welt der Kunst.

Mag. Benedikt Zecha 
Leitung Verein Emmaus

VERTRAUEN SCHENKEN 

Ist es wirklich unsere Aufgabe, verständnisvoll und mitfühlend mit Menschen zu sein, die sich aufgrund ihrer Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen in ausweglose Situationen begeben haben? Die mit ihrem Konsum nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, sondern auch ihre Angehörigen oder KollegInnen belasten? Ist denn eine solidarische Gesellschaft auch diesen Menschen gegenüber verpflichtet, obwohl man ihnen gern nachsagt, sie seien willensschwach oder sogar selbst schuld an ihrem Schicksal? 
Nach über 20 Jahren Arbeit bei Emmaus kann ich aus tiefster Überzeugung mehr denn je sagen: Ja, es ist unsere Aufgabe und ja, die Gesellschaft ist verpflichtet! 
In Österreich konsumieren über eine Million Menschen Alkohol in einem problematischen Ausmaß! Das hat viele Gründe: Bei uns werden die besten alkoholischen Getränke produziert, diese bringen Menschen einander näher, verbinden, machen das Leben leichter und sind eine unkomplizierte und leicht erhältliche Medizin bei körperlichen und seelischen Leiden. Dass ein regelmäßiger Konsum aber abhängig macht, merkt man zunächst nicht. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die so viele Menschen in unserem Umfeld betrifft, dass viele von uns in irgendeiner Form davon berührt sind. 
Weil es sich daher in fast allen Fällen um Menschen handelt, die wir lieben oder die uns viel bedeuten, dürfen wir nicht aufhören, nach Heilungsmöglichkeiten zu suchen. 
Das ist auch der Grund, warum es die Emmausgemeinschaft in Innsbruck gibt: nicht, um den volkswirtschaftlichen Schaden zu vermindern - das geschieht nebenbei -, sondern um Menschen eine Perspektive zu geben, die von sich aus nach Heilung suchen; um Menschen Vertrauen zu schenken, denen man nicht mehr vertraut; um Menschen Mut zu machen, die ihn verloren haben. 

Im Namen der Emmausgemeinschaft Innsbruck danke ich den Mitgliedern vom Rotary Club Innsbruck-Alpin für das große Engagement, um speziell unsere Wohn- und Arbeitsangebote für betroffene Frauen zu unterstützen. Unser Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern für die großartigen Werke, die sie für diese Benefiz-Kunstauktion zur Verfügung gestellt haben, und vor allem auch Herrn Mag. Georg Loewit, der sich als Kurator seit Monaten ehrenamtlich für das Gelingen der Auktion einsetzt.